Tsunamis auch in Europa

02. Dez 05 – 23:01

Wissenschaftler sehen für europäische Küste hohe Tsunami-Gefahr. 1755 und 1908 wurden zwei Großstadt durch Tsunamis zerstört.

Eine Tsunami-Katastrophe wie im Indischen Ozean vor knapp einem Jahr kann sich jederzeit wiederholen. Deutsche Spezialisten sind nun dabei ein Tsunami-Warnsystem einzurichten. Das System besteht aus miteinander vernetzte Bojen und tiefendruckmessenden Sensoren.
Das Schreckensszenario vom 26.12.2004 im Indischen Ozean könne sich auch an europäischen Küsten wiederholen. Da sind sich die Experten einig, deshalb wollen sie möglichst bald auch ein Warnsystem für den Nordatlantik und das Mittelmeer installieren.
In der Vergangenheit wurden auch europäische Küsten schwer von Tsunamis getroffen.

Die schwersten Ereignisse:

1. November 1755: Die Bewohner von Lissabon bringen sich nach einem schweren Erdbeben in Schutz. Darauf werden sie von einer Tsunami-Flutwelle überrascht – 60.000 Menschen sterben.

28. Dezember 1908: Die sizilianische Hafenstadt Messina wird fast vollständig durch ein Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami zerstört. Mehr als 75.000 Menschen finden den Tod.

Postkarten von dem Erdbeben am 28.12.1908 in Messina bei Ebay Italia


Aber hallo!

13. Nov 05 – 17:56

Jetzt gabs für meinen Blog einen neuen Anstrich. Und das ohne eine Beta-Version! Einfach so. Ich will diesen neuen Umstand auch für eine neue Quantitätssoffensive nutzen. So richtig mit vollzitierten Artikeln anderer und Bilderklau von feinster Sorte. Abmahnanwälte werden sich die Finger lecken! Jede Menge Beiträge, oberflächlich recherchiert, mindestens drei pro Tag und vollkommen unausgegorenen Satzellipsen!
Die Offensive werde ich “Sizilien und zurück 2.0 ohne Beta - aber mit Schmackes” nennen. In diese Offensive gehören natürlich Beiträge über den Dillentantismus meiner bloggenden Brüder, Schwestern und sonstwen (siehe Blogroll). Inhaltlich geht der Weg in Richtung Sex, Crime, Drugs und ner Menge Ausrufezeichen!!!!!!! (Die machens nämlich aus!!!!!!). Politisch wird der angeschlagene Ton fortgeführt - dieser Blog (und damit ich selbst) bekennt sich zu den Pro-US-Blogs, Pro-Angie, Pro-Blair (obwohl Labour) und Pro-pro-amerikanische-Diktatoren (Beispiel Musharraf in Pakistan). Natürlich auch Werte, Moral und Gott nicht vergessen!!!!!

Für den Auftakt zu “Sizilien und zurück 2.0 ohne Beta - aber mit Schmackes” gibt es schöne Bilder von Rosetten!!!!!!!


Germanen und Deutsche

10. Nov 05 – 00:04

Warum nennen die Italiener einen Deutschen „un tedesco“ und nicht „un germano“ oder „germanico“? Deutschland nennen sie ja auch „Germania“. Zwar wohnen wir in „Germania“, wir sind aber nicht automatisch „germani“ oder „germanichi“, denn damit bezeichnen Italiener die Germanen. Das bedeutet, dass in Germanien, also Deutschland, Deutsche wohnen und nicht Germanen. Und ein Deutscher heißt auf Italienisch „un tedesco“. Das Wort „Tedesco“ geht auf den althochdeutschen Begriff „theodisc“ zurück. Dieser bedeutete „völkisch, volkssprachlich“. Im Lateinischen bezeichnete man die Sprache jenen Volkes (das Volk selbst?) dann als „teodiscus“. Daraus wurde dann im Italienischen „tedesco“. Glücklicherweise heißt Deutschland „Germania“ und nicht „Tedeschia“ oder so. Klingt nämlich sehr komisch.
Aber das Wort „Deutsch“ klingt für Italiener auch komisch. So wurde ich häufiger „Tino Deutsch“ oder italienisiert „Deutschlandese“ gerufen.


Dreirad Piaggio Ape

04. Nov 05 – 23:00


Das Ape-Dreirad von Piaggio ist aus dem Straßenbild Italiens nicht mehr wegzudenken. Beliebt unter den Italienern macht die Ape der günstige Kaufpreis und Unterhalt. Bei den schmalen Dorfgassen ist so ein kleines und wendiges Gefährt unverzichtbar. Ignoranten (meistens Alfa-Fahrer) verspotten sie häufig als „motorisierter Packesel der Landbevölkerung“. Dennoch ist die kleine Biene bei Kleinunternehmern wie Fischern, Gärtnern und Obsthändlern sehr beliebt. Hierzulande sieht man sie eher als Werbeträger oder auch als städtisches Bauhoffahrzeug.

Eine Gallerie von alten und neuen Ape

Und wirklich alte Ape-Modelle

Mit einer Ape von San Remo nach Hannover


Am Strand

28. Okt 05 – 12:49

Strand
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Strand am frühen Abend


Odore - Geruch

12. Okt 05 – 14:16

Eine Freundin von mir hat ein Mal gesagt, dass es in Italien anders rieche. Das klang zwar so daher gesagt, aber auf dieser Tour habe ich darauf geachtet. Mir war schon klar, dass sie nicht die Menschen sondern die Umwelt meine.

Auf Sizilien riecht es staubig und irgendwie immer nach Verbranntem. Die Luft ist hier weniger sauber als in Deutschland. In den Häusern sind die Sachen von einem schwarzen Schleier umhüllt. Wenn man sich die Autos so betrachtet, dann scheint man Waschanlagen auch nicht zu kennen. Dabei handelt es sich um eine algegenwärtige Mischung aus feinem Wüstensand aus der Sahara und der Asche des rauchenden Ätna.

Der Geruch nach Verbranntem stammt aus verschiedenen Quellen. Einerseits ist da der Zweitakterabgasgestank der beliebten Roller, andererseits ist stets etwas am Brennen. Entweder es brennen Büsche oder Bäume, dann kamen eilig Feuerwehr und Löschflugzeuge, oder es brennt Müll. Manchmal ist es in Brand gestecktes Laub aber auch alte Reifen, Möbel und Haushaltsgeräte, die eine Siedlung in Rauchschwaden und Gestank einhüllen.

Was natürlich nicht zur Luftreinheit beiträgt, dass in jeder Gasse mindestens ein Grill auf der Straße steht und vor sich hinbrutzelt.
Zur „Duftkulisse“ gehören der fischig-salzige Geruch des Meeres, die Pinienbäume, die Palmen und die vielen Kakteen genauso wie die in der Sonne stehenden, öffentlichen Mülltonnen.


Nationalheiliger Padre Pio

03. Okt 05 – 16:15

Padre Pio
Wenige in Deutschland kennen den neuen Nationalheiligen Süditaliens „Padre Pio“ (Pater Pius). Der 2002 heilig gesprochene San Padre Pio wird von Kirchenkritikern als Modeheiligen bezeichnet. Meiner Meinung nach nicht unbegründet. Dort werden in Geschäften und auf Märkten Rosenkränze und Heiligenbildchen neben Fanartikeln der Fußballmannschaften und gefälschten Designergürteln angeboten. Und wirklich jeder hat zu Hause mindestens eine kleine Padre Pio-Statue. Die Freizeitgruppen der örtlichen Kirchengemeinden organisieren mehrmals jährlich Busreisen zur Padre Pio-Pilgerstätte in San Giovanni Rotondo. In den Dörfern dürfen natürlich auf den öffentlichen Plätzen keine Padre Pio-Figuren fehlen. Diese Figuren sollen weniger den Glauben verfestigen als den Stifter ins rechte Licht rücken.

Auf deutschen Autobahnen fahren LKW mit den Schildern „Jürgen“ oder „Andi“ an der Windschutzscheibe herum – auf Sizilien thronen Padre Pio-Bilder und Figuren in den Führerhäuschen. Wer einen Padre Pio sein Eigen nennen will, sollte sich in Baumärkten und in italienischen Lebensmittel und Geschenkläden umschauen.

Hier was zum Klicken:

Rundfunk Teleradio-Padre Pio
Was weiß Tante Wiki über Padre Pio?

Bilder zum Gucken:

Schöne Bilder aus Giovys Blog
Google-Bildersuche


Costa Ionica

30. Sep 05 – 18:51


Der Blick auf ein klassisches Fischerdorf an der ionischen Küste zwischen Messina und Catania. Typisch für diese Dörfer ist geographische Eingrenzung, denn im Osten befindet sich das Meer und im Westen meistens eine schwer zu bebauende Gebirgslandschaft. Diese Dörfer reihen sich wie in einer Perlenketten an der Küste aneinander.


Wir schwitzen

22. Jun 05 – 22:10

In Frankfurt maß das Thermometer heute 31°C. Welche Hitze wir in Deutschland ertragen müssen! Ertragen müssen? Ja, wenn es wieder wochenlang regnet, werden wir uns wünschen eine Hitzewelle ertragen zu dürfen. So ist das in Deutschland. Immer über das Wetter motzen. Zu kalt, zu nass, zu windig, zu schwül, zu heiß, zu unzufrieden.
Die Unzufriedenheit über die Hitze ist bei den fehlenden Klimaanlagen auch absolut verständlich. Wenn keine Anlage vorhanden und man 26° C Grad bei einer Außentemperatur von 32° C misst, hilft vielleicht der Gang zum Betriebsrat oder zum Mieterbund. Für jeden schwitzenden Hobbyjuristen könnte das interessant sein. Man kann sich schon die passenden Anlagen raussuchen. Günstige Klimageräte findet man übrigens hier. Ventilatoren verlinke ich nicht, denn meine Augen sind schon gereizt genug.


PS: Im sizilianischen Messina war es “nur” 27° C heiß.


Nackt am Strand

21. Jun 05 – 17:43



Über verrückte Verordnungen zur Freizügigkeit schreibt Vicky in ihrem Blog. Für den sizilianischen Strand gilt folgende Verordnung:

Frauen dürfen sich hier völlig unbedeckt am Strand präsentieren. Männern ist das nicht erlaubt. Die Begründung des Gesetzgebers: „Die männliche Anatomie kann obszön werden, sogar unabsichtlich.“

Meiner Meinung nach voll verständlich. Die Italiener haben keine ausgeprägte FKK-Szene. Sie waren ja auch nicht sozialistisch. Vielleicht ist diese Verordnung zum Schutz vor nackten ostdeutschen Rentnern.

Für den Fall dass sich auch unansehnliche Frauen nackig machen wollen, hat die kalabresische Stadt Tropea folgende Verordnung erlassen:

In der Stadt Tropea darf sich nicht jede Frau nackt am Strand zeigen. Der genaue Gesetzestext liest sich wie folgt: „Keiner Frau, die fett, hässlich oder unattraktiv ist, wird es erlaubt, sich nackt am Strand zu zeigen.“ Dieses Recht haben nur „junge Frauen, die geeignet sind, die Schönheit des weiblichen Körpers zu preisen.“

Wer weiblich, fett, hässlich und unattraktiv ist, kann sich beim Bürgermeister von Tropea über diese Ungerechtigkeit beschweren. ;)

via http://myblog.de/florence